Wofür schämst du dich noch?

Mädchen hält sich vor Scham die Hände vor das Gesicht.

Kennst du Scham und was macht sie mit dir?

Du bist in einer Situation und plötzlich kommt ein Thema auf, das dir irgendwie unangenehm ist und du merkst, wie Schamesröte in dein Gesicht steigt. Das ist mega unangenehm. Du willst einfach nur raus aus der Situation und hoffst, dass es schnell vorbei geht. Die Sprüche von Kollegen, wie „du bist ja rot wie eine Tomate“, sind dabei kontraproduktiv. Es kostet unglaublich viel Energie das durchzustehen. Wir kennen solche Situationen nur zu gut. Caro kann sich noch genau daran erinnern: „In der Schule hat es angefangen, als der Lehrer mich aufrief und ich die Antwort nicht wusste. Zack, bin ich rot geworden. Im Laufe meines Lebens, wann immer ich rot wurde, habe ich es einfach über mich ergehen lassen und gehofft, dass es schnell vorbei ist. Es ging soweit, dass ich irgendwann nur noch rot geworden bin, weil ich Angst davor hatte, rot zu werden.“ Kennst du diese Angst auch?

Durch das Auseinandersetzen mit uns selbst, haben wir gelernt damit umzugehen, in dem wir uns unsere Schamthemen angesehen habe. Und sobald du dir diese Schattenthemen angesehen hast, verschwindet auch das Rot-werden. Somit stellen wir den Artikel unter folgendes Motto:

„Deine Scham wächst bis zu dem Zeitpunkt, an dem du sie anschaust.“

Scham entsteht immer im Austausch mit anderen Menschen. Wir schämen uns für eine Sache, weil wir wissen oder vermuten, dass es gesellschaftlich nicht angesehen ist. Stell dir vor du rülpst ganz laut in einem Restaurant, in dem viele Menschen sitzen. Vermutlich werden sich dann auch deine Freunde um dich herum dafür schämen. Doch in Asien zum Beispiel gilt Rülpsen als ganz normal und keiner schämt sich dafür, es zeigt eher ein Lob an den Gastgeber, dass das Essen vorzüglich war. Ob man etwas tut oder nicht, hängt also auch von den unterschiedlichen gesellschaftlichen Normen ab und dies ist je Kulturkreis unterschiedlich.

Wenn du jetzt schon ein Schamthema von dir im Sinn hast, dann kommen jetzt die ultimativen Tipps dazu.

Was du gegen deine Scham tun kannst

Unser Tipp klingt banal und erfordert gleichzeitig Mut und hilft bei diesem Thema enorm!

1. Sprich mit einer von dir auserwählten vertrauten Person darüber

2. Sprich darüber

3. Sprich darüber

Und jetzt wird es mit der nächsten Frage konkret:

Wofür schämst du dich und hast darüber noch mit niemandem gesprochen?

Den meisten fallen da schon ein paar Beispiele ein. Die Reflexionsfrage soll dich dazu ermutigen über deine Schamthemen nachzudenken. Wenn du mutig bist, dann nimm dir das diese Woche vor, darüber zu sprechen. Wir wissen aus Wissenschaft und eigener Erfahrung, dass Scham sinkt, sobald du darüber mit einer anderen Person sprichst. Also tu genau das! Sprich mit einer von dir ausgewählten Person über dein Schamthema. Zeige dich weich und verletzlich und sei erstaunt, was passiert.

Auch wir haben das schon gemacht. Es war extrem unangenehm und das Verrückte war, dass die Zuhörer es gar nicht als so schlimm angesehen haben. Das hat die ganze Sicht auf das Schamthema enorm minimiert. Also je öfter du über deine Scham sprichst, desto kleiner wird sie. Garantiert! Dieser Schritt zahlt maßgeblich auf dein Selbstbewusstsein ein. So findest du immer mehr zu deiner inneren Stärke.

Starte deine Reise. Finde innere Stärke.

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