Ge-Fühle. Gehe hin und fühle.

Hand die Wasser fühlt. Ge-fühle.

Dieses wunderbare Wortspiel von Robert Betz bringt es auf den Punkt. Gefühle sind da, um sie zu fühlen. Nur leider vergessen wir das allzu oft.

Neulich habe ich mit jemandem gesprochen, der Depressionen hatte und deshalb in einer Psychosomatischen Klinik war. So etwas kann jeden treffen – auch dich. Es ist nichts Schwaches. Ich sehe es als Stärke an, dass jemand die Verantwortung für sich und sein Leben und seine Gefühle übernimmt, etwas zu unternehmen, wenn es einem nicht gut geht. Respekt vor jedem, der diesen Schritt geht.

Im Gespräch mit diesem Menschen wurde mir eines klar:

Die Essenz des Lebens ist Fühlen!

Wenn du aus irgendwelchen Gründen deine Gefühle nicht fühlen willst, dann schneidest du dich davon ab. Du entfernst dich immer mehr von dir selbst. Und irgendwann bist du an dem Punkt, wo du einfach nicht mehr weiter weißt. Die Methoden in den Kliniken sind vielfältig und letztendlich geht es um die eine Sache: Du lernst wieder zu fühlen. Fühlen holt dich wieder in die Gegenwart zurück, raus aus dem Kopf – rein ins Herz. Und vor allem zurück zu Dir selbst, deiner Essenz. Wenn du dir einen Klinikaufenthalt ersparen möchtest, dann beginne mit der besten Prävention: Fange wieder an zu FÜHLEN! Gehe hin und fühle jedes einzelne Gefühl – ja gerade auch die unangenehmen Gefühle. Nur wie schaffe ich es all meine Gefühle wieder zu fühlen? Unser Motto dazu lautet:

Herzlich willkommen du unangenehmes Gefühl – schön, dass du da bist!

Die folgende Geschichte nach Rumi inspiriert uns immer wieder aufs Neue wohlwollend mit uns und unseren Gefühlen umzugehen:

Stelle dir vor dein Körper ist ein Gästehaus. Deine Gäste sind deine Gefühle – von tiefer Trauer über Scham, Angst und Wut bis hin zur Freude und Glückseligkeit ist alles dabei.  Jeder Gast, der bei dir klingelt, erhält ein Zimmer und wird von dir herzlich begrüßt und umsorgt. Alle Gäste sind jederzeit herzlich willkommen in deinem Gästehaus. Du bist freundlich und lässt sie da sein. Falls sie etwas ruppig sind, bietest du ihnen gelassen einen Tee an und überlässt ihnen, wann sie weiterziehen möchten. Gib ihnen Zeit und lasse sie da sein. Sie wollen nur gehört und gesehen werden. Wenn du ihnen Aufmerksamkeit und deine Gastfreundschaft geschenkt hast, dann gehen sie ganz von alleine wieder und das schneller als du je gedacht hättest.

Schon gewusst? Ein Gefühl bleibt eigentlich nur max. 2 Minuten. Dann verschwindet es wieder.

Wenn du es aber gar nicht fühlen willst und wegdrückst, dann bleibt es viel länger und setzt sich in deinem Körper als Emotion fest. Und wenn du jetzt denkst, ich fühle ja schon viel zu viel und da komm ich doch dann gar nicht mehr raus. Obacht. Fühlst du wirklich? Oder sind es nicht eher deine Gedanken, die immer um die eine Sache kreisen und dadurch schlechte Gefühle verursachen? Dann schau dir deine Gedanken an, die sind dann der Übeltäter. Clear your mind! Und dann untersuche deine Gefühle und stelle dir folgende Frage:

Welches unangenehme Gefühl kommt dich am häufigsten besuchen? Was möchte es dir sagen?

Jeder Mensch hat dieses eine negative Gefühl, was häufiger auftaucht als andere. Welches Gefühl ist es bei dir? Hast du dich mit diesem Gefühl schon auseinandergesetzt? Stell dir vor du könntest es fragen, welche Botschaft es dir mitzuteilen hat. Angenommen du könntest die Antwort hören. Welche wäre es? Wenn du deinen Gefühlen auf den Grund gehen willst, dann sprich uns an. Im Coaching können wir die Antwort finden und das Gefühl dann weiterziehen lassen. Neugierig geworden?

Alles Liebe

Jenny & Caro

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