Wenn du loslässt, hast du beide Hände frei

Wie du dich freier fühlen kannst

Beim Loslassen geht es darum, die Realität anzuerkennen, wie sie tatsächlich ist. Und solange wir das nicht wahrhaben wollen, entsteht Schmerz. Solange du die Realität nicht akzeptierst, hältst du an deiner Vorstellung, wie die Realität sein sollte, fest. Ein simples Beispiel dafür ist das Wetter.

Stelle dir vor, das Wetter ist seit Tagen trüb, regnerisch und neblig. Du bist davon genervt. Am liebsten würdest du das Wetter anders haben wollen, nur welchen Einfluss hast du darauf? Gar keinen – genau. Und trotzdem regst du dich manchmal über das Wetter auf. Das ist verlorene Zeit und Energie, die du lieber in etwas anderes stecken könntest. Denn das Wetter kannst du nicht ändern. Also lohnt es sich nicht dagegen anzukämpfen oder sich dadurch den Tag vermiesen zu lassen.

Jetzt ersetze das Thema Wetter mit irgendeinem Thema, was dich momentan beschäftigt und du aber nicht selbst verändern kannst, weil es nicht in deiner Macht liegt… wie z.B. die neuesten Corona-Maßnahmen 😉.

Die Realität ist wie sie ist. Wenn du gegen sie verbissen ankämpfst, ist das unheimlich anstrengend und kann z.B. zu Verspannungen oder nächtliches Zähneknirschen führen. Und was hast du davon? Wenn du deine Vorstellungen loslässt und die Realität akzeptierst, dann entsteht Toleranz und Freiraum. Energie wird freigesetzt und es wird leichter.

Das ist leichter gesagt, als getan. Welche Gründe könnte es geben, warum es uns so schwerfällt, Dinge loszulassen?

  1. Wir halten an der einen Vorstellung in unserem Kopf fest, wie es sein sollte
  2. Wir sind so sehr davon überzeugt, dass wir keine andere Perspektive sehen
  3. Wir werden von unserer Angst bestimmt
  4. Wir wollen der Realität nicht ins Auge sehen
  5. Wir leben in der Vergangenheit und nicht in der Gegenwart
  6. Wir vertrauen nicht in uns und nicht ins Leben

Woran klammerst du dich fest?

Früher habe ich eigentlich nicht so ganz verstanden, was loslassen wirklich bedeutet. Heißt das, dass ich z.B. meinen Partner „loslassen“ muss, wenn er sich von mir trennt? Oder ich die Arbeit loslassen muss, wenn ich gekündigt werde? Wie soll das eigentlich gehen? Im Laufe meiner Reise in der Persönlichkeitsentwicklung bin ich dann auf den Trichter gekommen. Es ist nicht die Situation an sich, die es mir schwer macht loszulassen. Es sind meine Gedanken und Beurteilungen über die Situation.

Frage dich, wovon du so überzeugt bist, dass es Leid in dir verursacht? Und dann nimm genau diesen „Glaubenssatz“ in die Hand und erforsche ihn. Sobald du ihn auseinandergenommen hast und eine neue Perspektive dazu einnehmen kannst, lässt dieser Glaube dich von alleine los. Probiere es aus. Du wirst dich danach leichter fühlen.

Wenn du Unterstützung benötigst, schreibe uns gerne an.

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